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Five Questions – One Answer: Five Questions – One Answer? Perspektiven von Digital Humanists auf die Digital Humanities

Five Questions – One Answer
Five Questions – One Answer? Perspektiven von Digital Humanists auf die Digital Humanities
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Notes

table of contents
  1. Umschlagbild
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Logos
  5. Five Questions – One Answer? Perspektiven von Digital Humanists auf die Digital Humanities
    1. Shownotes
    2. Bibliographie (Jonathan D. Geiger)
    3. Besondere Verweise

Five Questions – One Answer? Perspektiven von Digital Humanists auf die Digital Humanities

Ulrike Wuttke
Das vollständige Audio-Essay zum Nachhören findet sich hier:https://doi.org/10.26298/1981-5722-fqoa-a
Das vollständige Audio-Essay zum Nachhören findet sich hier:
https://doi.org/10.26298/1981-5722-fqoa-a
Das Transkript des Audio-Essays findet sich hier: https://doi.org/10.26298/1981-5722-fqoa-t
Das Transkript des Audio-Essays findet sich hier:
https://doi.org/10.26298/1981-5722-fqoa-t

Shownotes

Abbildung 1: Collage (CC0). Five Questions – One Answer?
Abbildung 1: Collage (CC0). Five Questions – One Answer?

In diesem Audio-Essay stehen Perspektiven von Digital Humanists auf die Digital Humanities zentral. Die Collage von dreizehn eigenständigen kurzen Audiobeiträgen bietet ein Panorama der Digital Humanities. Da die Digital Humanities so vielfältig sind wie ihre Protagonisten, kann eine Repräsentativität nicht das Ziel sein. Die Beiträge dieser Episode laden daher vor allem dazu ein, über die Digital Humanities nachzudenken und die Digital Humanities weiter zu denken.

Dieses Audio-Essay weicht aufgrund seiner Entstehung von den anderen Beiträgen in dieser Kategorie ab. Ursprünglich sollten von der Community mittels eines Calls for Contributions 1 kurze Audiobeiträge als Antwort auf eine von fünf – mehr oder weniger – provokativen Leitfragen zum Zustand und der Zukunft der Digital Humanities als Selbsteinreichungen eingesammelt werden. Durch die Zusammenstellung der Community-basierten Einreichungen zu einem Audio-Essay sollte der offene und inklusive Ansatz des Sammelbandes unterstrichen werden: die lineare, chronologische Geschichte (grand narrative) wird nicht nur durch die Anlage des Sammelbands als Triptychon ‚aufgebrochen‘, sondern auch einer Vielzahl von Perspektiven und Stimmen Raum gegeben.

Folgende Fragen standen der Community zur Auswahl:

Q1. Wo verorten Sie DH für das disziplinäre Verständnis der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer? | What is the contribution of DH to the self-understanding of Humanities disciplines?

Q2. Sind die transformativen Potenziale des Computereinsatzes bereits ausgeschöpft? | Are the transformative potentials of computer use for the Humanities already exhausted?

Q3. Welche nationalen Eigenheiten prägen die DH im deutschsprachigen Raum und gibt es eine eigenständige ‚kontinentale‘ Traditionslinie? | Which national specificities characterize DH in the German-speaking area and is there something like a continental tradition of DH?

Q4. Welche Stimmen sind im big tent der DH unterrepräsentiert? | What voices are underrepresented under the DH big tent?

Q5. Wo sollen die DH in 10 Jahren stehen? | Where do you see DH 10 years from now?2

Die Selbsteinreichung durch die Community von Beiträgen funktionierte nicht so wie erhofft: Es gab genau eine Einreichung. Die Schwelle, einen fertigen Audiobeitrag abzugeben, erschien vielen Community-Mitgliedern laut vereinzeltem informellen Feedback zu hoch, sie waren wegen der technischen Anforderungen verunsichert oder der Ansatz war zu weit von üblichen Publikationspraktiken entfernt. Daher hat die Autorin während ihrer Recherchen und Interviews in Paris (siehe Episode „Digital History am Deutschen Historischen Institut Paris“) und in Venedig (siehe Episode „Digital Humanities and Public Humanities at the Venice Centre for Digital and Public Humanities“) weitere spontane Audiobeiträge zu den fünf Leitfragen von verschiedenen Digital Humanists eingesammelt und sie zu dieser Folge zusammengeschnitten. So ist aus einem fast gescheiterten Community-Experiment ein multiperspektivisches Panorama der Digital Humanities und ihrer globalen und lokalen Facetten geworden.

Durch die fachliche Ausrichtung der angesprochenen Personen liegt ein leichter Schwerpunkt der Kurzaudios im Beitrag auf Digital History. Daneben sind aber auch Vertreter*innen anderer fachlicher Ausrichtungen der Digital Humanities zu hören, z.B. aus den Bereichen Digital Museum, Textual Scholarship oder Public Humanities.

Die Reihenfolge der dreizehn Kurzaudios der Episode folgt generell der Nummer der gewählten Frage. Der Beitrag von Jonathan D. Geiger steht davon abweichend an erster Stelle, da dies die einzige vorgefertigte, sprachlich sehr dichte Einreichung inkl. Bibliographie (!) war (siehe unten). Sie weicht auch vom Duktus der folgenden, spontan aufgenommen Statements ab.

Danksagung: Die Kurzaudios wurden von mir im Wintersemester 2024/2025 während meines Verbleibs als Karl-Ferdinand-Fellow am DHIP und als Gastwissenschaftlerin am VeDPH an der Università Ca’ Foscari Venezia aufgezeichnet. Mein Dank gilt dem Institut und der Max Weber Stiftung sowie dem Department of Humanities und dem VeDPH für die großzügige Förderung und Unterstützung.

Time Stamps:

  • (00:00 – 03:29) Intro und Einleitung zur Folge
  • (03:30 – 06:40) (Einreichung zu Q2) Jonathan D. Geiger, M.A. bietet eine medienphilosophische Betrachtung der transformativen Aspekte der Digital Humanities unter Einbeziehung historischer und theoretischer Verortungen (u.a. Antonijević, Nietzsche, McLuhan, von Neumann, Descartes).
  • (06:41 – 07:55) (Q1) Prof. Dr. Gerben Zaagsma diskutiert, wie Technologien die Praktiken der Geschichtsschreibung und die history of Digital History prägen.
  • (07:56 – 09:03) (Q2) Dr. Mareike König diskutiert Eigenheiten der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum im Kontrast zu Frankreich anhand der Akzeptanz quantitativer Methoden und der sogenannten Annales-Tradition.
  • (09:04 – 11:46) (Q2) Dr. Lars Wieneke lotet transformative Potenziale des Computereinsatzes in den Geisteswissenschaften aus und schneidet dabei das kontroverse Thema des Verhältnisses des Faches zur Künstlichen Intelligenz an.
  • (11:47 – 15:39) (Q2) Prof. Dr. Torsten Hiltmann diskutiert die Potenziale der digitalen Transformation in den Geisteswissenschaften und vor allem der Digital History vor der Frage von Zeitlichkeiten, Fachkulturen, Infrastrukturen und Künstlicher Intelligenz.
  • (15:40 – 17:59) (Q2) Prof. Dr. Stefania De Vincentis skizziert Potenziale der Künstlichen Intelligenz im Bereich der digitalen Kunstgeschichte, z.B. im Verhältnis menschlicher und technischer Bildbeschreibung.
  • (18:00 – 19:41) (Q2) Prof. Dr. Franz Fischer hinterfragt kritisch das technologische Innovationsverständnis und das Verhältnis und die Verantwortung der Geisteswissenschaften.
  • (19:42 – 22:05) (Q3) Dr. Pauline Spychala beschreibt die spezielle französische Tradition computergestützter mediävistischer Forschung (Prosopographie und digitale Quellenedition).
  • (22:06 – 23:23) (Q3) Dr. Katrin Moeller geht auf Eigenheiten der deutschen Digital Humanities ein, auf die Prägung durch föderale Strukturen und den damit verbundenen Herausforderungen und Chancen, z.B. die Zusammenführung von Daten und Quellen im digitalen Raum.
  • (23:24 – 25:30) (Q4) Dr. Hannah Ishmael geht auf unberücksichtigten Stimmen, vor allem aus dem Globalen Süden, unsichtbare ‚helfende Hände‘ sowie auf public impact von Forschung ein.
  • (25:31 – 26:44) (Q4) Prof. Dr. Lik Hang Tsui führt aus, dass außerhalb des anglo-amerikanischen Sprachraums Digital Humanities oft nicht so bezeichnet werden, und es wichtig ist, dies in die Betrachtungen einzubeziehen.
  • (26:45 – 28:17) (Q4) Prof. Dr. Stefano Dall’Aglio weist darauf hin, dass die Repräsentation verschiedener Fächer in den Digital Humanities schlecht balanciert ist, aber auch andere Ungleichgewichte bestehen, wie Gender, Nationalitäten und Sprachen, an deren Ausgleich es zu arbeiten gilt.
  • (28:18 – 29:38) (Q5) Dr. Federico Boschetti postuliert, dass die Digital Humanities in zehn Jahren verschwunden und in die traditionellen Disziplinen aufgegangen sein werden, die sich durch die Integration digitaler Methoden weiterentwickelt haben werden.
  • (29:39 – 31:54) Outro

Credits

Moderation und Interviews: Ulrike Wuttke (ORCID 0000-0002-8217-4025)

Gäste und Expert*innen (alphabetisch): Federico Boschetti (ORCID 0000-0002-7810-7735), Stefano Dall’Aglio (ORCID 0000-0003-0566-8790), Stefania De Vincentis, Franz Fischer (ORCID 0000-0002-2162-5531), Jonathan D. Geiger 0000-0002-0452-7075, Torsten Hiltmann (ORCID 0000-0002-6757-6210), Hannah Ishmael (ORCID 0000-0003-2584-4077), Mareike König (ORCID 0000-0002-8189-8574), Katrin Moeller (ORCID 0000-0003-4090-5667), Pauline Spychala (ORCID 0000-0002-0899-2046), Lik Hang Tsui (ORCID 0000-0002-2242-1186), Dr. Lars Wieneke (ORCID 0000-0001-6248-8644), Gerben Zaagsma (ORCID 0000-0002-5978-9769).

Autorin der Folge: Ulrike Wuttke
Audioproduktion: Ulrike Wuttke
Assistenz: Sara-Lee Nußbaum
Graphik: Sara-Lee Nußbaum

Bibliographie (Jonathan D. Geiger)

  1. Antonijević, Smiljana. Amongst Digital Humanists: An Ethnographic Study of Digital Knowledge Production. New York: Palgrave Macmillan, 2015.
  2. Descartes, René. Discours de la méthode. Französisch-Deutsch. Deutsche Übersetzung von Christian Wohlers. Philosophische Bibliothek 624. Hamburg: Meiner, 2011.
  3. Hegel, Georg Wilhelm Friedrich. Phänomenologie des Geistes. Philosophische Bibliothek 414. Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1988.
  4. Hume, David. Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand. Übersetzt von Raoul Richter. Suhrkamp-Studienbibliothek 5. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2014.
  5. Hutchins, Edwin. Cognition in the Wild. Cambridge: MIT Press, 1995.
  6. Kuhn, Thomas S. Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Übersetzt von Hermann Vetter. Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 25. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2023.
  7. McLuhan, Marshall. Understanding Media: The Extensions of Man. Repr. Routledge Classics. London: Routledge, 2010.
  8. McLuhan, Marshall, Quentin Fiore und Jerome Agel. The Medium Is the Massage: An Inventory of Effects. Corte Madera: Gingko Press, 2001.
  9. Von Neumann, John und Eduard Stiefel. Entwicklung und Ausnutzung neuerer mathematischer Maschinen. Rechenautomaten im Dienste der Technik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1955. https://doi.org/10.1007/978-3-663-02405-7.

Besondere Verweise

  1. Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO). „Welcome.“ Aufgerufen am 15. Juli 2025. https://adho.org.
  2. Digital Medievalist. „Home.“ Aufgerufen am 15. Juli 2025. https://digitalmedievalist.org .
  3. European Association of Digital Humanities (EADH). „Home.“ Aufgerufen am 15. Juli 2025. https://eadh.org.
  4. Melusina Press. „Startseite.“ Aufgerufen am 15. Mai 2025. https://www.melusinapress.lu.
  5. Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd-Verband). „AG Multilingual DH.“ Aufgerufen am 15. Juli 2025. https://digitalhumanities.de/ag-multilingual-dh.
  6. Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd-Verband). „Über den Verband.“ Aufgerufen am 15. Juli 2025. https://digitalhumanities.de.
  7. Wuttke, Ulrike und Anne Baillot. „Call for Contributions: kurze Audios für ‚5 Fragen – 1 Antwort‘ gesucht für Kategorie ‚In eigenen Worten‘ im Sammelband ‚From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon!‘.“ DHdBlog (Blog). 30. Juli 2024, aufgerufen am 15. Juli 2025. https://dhd-blog.org/?p=21286.

Anmerkungen

  1. 1 Ulrike Wuttke und Anne Baillot, „Call for Contributions: kurze Audios für ‚5 Fragen – 1 Antwort‘ gesucht für Kategorie ‚In eigenen Worten‘ im Sammelband ‚From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon!‘,“ DHdBlog (Blog), 30. Juli 2024, aufgerufen am 15. Juli 2025, https://dhd-blog.org/?p=21286.
  2. 2 Ulrike Wuttke und Anne Baillot, „Call for Contributions“.

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